BGPM Forum als Koordinator und neutraler Berater der Stadt Lübbecke

BGPM Forum als Koordinator und neutraler Berater der Stadt Lübbecke

Arbeit: Gesund in Lübbecke!

L ü b b e c k e (WB).

Höhere Anforderungen in der Arbeitswelt machen die Gesundheitsvorsorge umso wichtiger. Je nach Art der Tätigkeit sind die Belastungen unterschiedlicher Art. Dass die Beschäftigten in Lübbecke gesund arbeiten können, ist das Ziel einer Vereinbarung, die am 24. Januar im Lübbecker Rathaus unterzeichnet wurde. Das BGPM Forum dient als neutraler Berater und Koordinator in diesem außergewöhnlichen Projekt.

Mit den Unterschriften von Bürgermeister Frank Haberbosch und den Kooperationspartnern, den vier Krankenkassen AOK Nordwest, Barmer, IKK classic und BKK Melitta Plus, wurde das Projekt »Arbeit: Gesund in Lübbecke« (Agil) gestartet. Initiator ist Lübbeckes Wirtschaftsförderer Claus Buschmann. Vor etwa einem Jahr kam die Idee eines Betrieblichen Gesundheitsnetzwerks auf. »Ich dachte mir, wir brauchen weiche Standortfaktoren, gerade für die kleinen und mittelständischen Unternehmen«, sagte Buschmann.

Schnellere Arbeitsprozesse, größere Arbeitsverdichtung und die fortschreitende technische Entwicklung führten zu höheren Anforderungen. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels bekomme die Gesundheitsförderung für die Mitarbeiter eine besondere Bedeutung. Die Ziele: die Arbeitsfähigkeit erhalten und die Erwerbstätigen für die gesundheitliche Eigenverantwortung sensibilisieren und somit in der Folge die Fehlzeiten senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Wichtige Handlungsfelder sind zum Beispiel Bewegung und Ernährung.

Die Wirtschaftsförderung wolle die Firmen bei dem Thema unterstützen, so Buschmann. Bei Gesprächen mit vielen Betrieben unterschiedlicher Größe habe sich gezeigt, dass punktuell bereits Maßnahmen zur Gesundheitsförderung existierten. Wichtig sei jedoch die Nachhaltigkeit. »In der Verwaltung hatten wir mal die aktive Mittagspause. Da waren erst alle ganz begeistert, aber das ist dann mehr und mehr gebröckelt«, erzählte Bürgermeister Frank Haberbosch.

Inwiefern hilft aber ein Netzwerk? Buschmann: »Hier greift der Synergieeffekt in der Zusammenarbeit aller Akteure. Es können Programme und Kurse für Mitarbeiter mehrerer kleinerer Betriebe zusammengestellt werden, die in der Einzelbetrachtung nicht zustande kämen. Dabei ist unerheblich, welcher Krankenkasse die Mitarbeiter angehören.« Die Akteure – das sind außer den vier Krankenkassen und der Wirtschaftsförderung der Stadt der Verein Lübbecke Marketing und die Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld (Fachbereich Personal/Gesundheit/ Soziales) zur wissenschaftlichen Begleitung. Letztere soll auch Kriterien für einen Gesundheitspreis erarbeiten, der einen zusätzlichen Anreiz darstellen soll. Geplant ist, diesen erstmals 2020 zu vergeben. Eine Jury aus unabhängigen Experten soll die Wettbewerbsmaßstäbe anwenden. Der Lübbecker BGM-Preis, wie er offiziell heißen soll, wird ein Geldpreis sein, der den Mitarbeitern der Sieger-Firma zur Verfügung gestellt wird. »Zum Beispiel für eine Betriebsfeier«, so der Wirtschaftsförderer.

20 Firmen seien bereits mit im Boot, sagte Claus Buschmann, darunter auch zwei Betriebe aus Espelkamp. In jeder Firma soll der individuelle Bedarf der Gesundheitsförderung ermittelt werden.

 

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